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An einem Ferientag ca. 200 km von München entfernt läßt sich ein Vater von seinem 12 jährigen Sohn überreden mit ihm zu seinen Helden nach München zu fahren. Ein echter Fan will halt auch mal beim Training seinen Idolen zusehen. Nach ca 3 Std. in zähem Verkehr war es endlich soweit. Mit ca. 200 anderen Kindern und einigen Vätern durften die Profis durch einen Maschendrahtzaun beobachtet werden. Aber man wollte natürlich noch ein Autogramm haben. Also warteten die Väter und Kinder nach dem Training bis nach ca. 1 Stunde die ersten zwei Reservespieler sich erbarmten und ca. 10 Minuten Autogramme schrieben. Als dann endlich ein absoluter Weltstar (Zickler) auftauchte und alle Beifall klatschten geschah das Unglaubliche. Der große Zickler lächelte den Wartenden zu. Welche Nähe zum Fan ! Dann stieg er in sein Auto ein, ließ sich vom Ordner einen Weg durch die Fangemeinde bahnen , lächelte nocheinmal und fuhr davon. Zwei Wochen später versuchten der Vater und sein Sohn noch einmal ihr Glück. Als diesmal auf dem Gelände der ehemalige Bomber Gerd Müller auftauchte gab es ein Erinnerungsfoto und ein Autogramm. Noch weitere zwei Autogramme waren diesmal eine tolle Ausbeute. Und auch diesmal wieder ging Zickler mit einem Lächeln an “seinen” Fans vorbei, wieder stieg er in sein Auto, und wieder ließ er sich einen Weg durch die Fangemeinde bahnen und brauste davon.
Lieber Fussballprofi Alexander Zickler: Du hast einige Fans und Väter sehr enttäuscht. Sie alle haben viele Stunden und Kilometer auf sich genommen um ein Autogramm zu erhaschen. Natürlich ist es lästig immer wieder um Aotogramme angebettelt zu werden, aber wären 10 Minuten nach dem Training nicht möglich. Die Freude der Kinder wäre riesengroß.
Lieber Gerd Müller: Es war eine große Freude zu sehen ,wie Sie dem Sohn nicht nur ein Autogramm auf die Bayern-Mütze geschrieben haben, sonder ihn auch noch in den Arm genommen haben ,damit der Vater ein Erinnerungsfoto schießen konnte. Vielleicht war die Freude beim Vater sogar größer. Jedenfalls hat er seinem Sohn erzählt, daß er nun ein Bild und ein Autogramm von einem absoluten Weltstar hat. Daß er auf das Autogramm eines eingebildeten Fussballers verzichten mußte tat nicht mehr so weh.’
München 2001
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