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Herthas Joker Zecke Neuendorf. Ein Kicker mit Biss
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Warum, um alles in der Welt, besteht ein Mensch darauf, "Zecke" genannt zu werden? Immerhin haben diese hartnäckigen Parasiten nicht gerade den besten Ruf: Sie warten auf ihre Chance, wenn das richtige Opfer vorbeikommt, beißen sie sich fest und in der Regel wird man sie nur schwer wieder los. Auf der anderen Seite: Das alles sind Charakterzüge, die auf den Fußballer Andreas "Zecke" Neuendorf von Hertha BSC genau zutreffen.
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Ein "genialer Joker" Der 27-Jährige Berliner Junge ist beim Hauptstadtklub kein Stammspieler. Herthas Ex-Coach Falko Götz bezeichnete ihn einmal als einen genialen Joker, "der sofort im Spiel ist, wenn man ihn bringt", aber mit seiner Fitness sei es nicht zum Besten bestellt. Verletzungen und Operationen haben ihn immer wieder zurück geworfen. Seiner guten Laune konnte das aber nichts anhaben. "Okay, ich gelte als der Spaßvogel im Team, aber so bin ich eben."
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Leidenschaft Trabrennsport Auch wenn sich alles im Leben des Mittelfeldspielers um den Fußball dreht, seine Leidenschaft gehört dem Trabrennsport. Zwei Traber nennt er sein eigen, und selbst im Sulky hat er sogar schon gesessen. Und da ist natürlich noch seine kleine Familie. Ehefrau Vanessa, Söhnchen Paul und zwei Hunde. "Paul ist zwar erst sechs Monate alt, aber wenn ich ihn einen kleinen Ball auf die Beine lege, strampelt er ihn weg. Ich freu mich schon wenn er laufen kann, dann gehen wir kicken."
Ausbildung abgebrochen Bereits früh war für Neuendorf klar, wohin ihn sein Weg führen sollte. Eine Ausbildung zum Elektroinstallateur hat er abgebrochen. "Als man mich vor die Entscheidung Lehre oder Fußball stellte, habe ich mich für Fußball entschieden".
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Hartnäckige "Zecke" Nicht nur seine direkten Gegenspieler haben in den gerade einmal 100 Bundesligaspielen, die der Linksfuß für Bayer Leverkusen und Hertha BSC in den letzten acht Jahren absolviert hat, ihre Erfahrungen mit den Neuendorf'schen Tugenden machen müssen. Zur Legendenbildung werden wahrscheinlich auch seine jüngsten Opfer beitragen, die Funktionäre der Deutschen Fußball-Liga. Mit der Hartnäckigkeit einer echten Zecke setzte er durch, dass zum Saisonstart nicht mehr "Neuendorf" auf seinem Trikot steht, sondern sein Künstlername. "Brasilianer können sich doch auch nennen, wie sie wollen. Ich fand's bitter, was für ein Theater um diese Sache gemacht wurde", ärgerte sich Neuendorf.
Die DFL-Funktionäre ausgetrickst Die DFL verweigerten Neuendorf zunächst das Auflaufen als "Zecke". "Es handelt sich hier um einen Spitznamen, der nicht im Pass eingetragen ist", lautete die Begründung der Funktionäre. Neuendorf fing daraufhin an, Bilder zu malen. Eines seiner "Meisterwerke" wurde sogar versteigert. Damit konnte er sich dann behördlichen Segen einholen und ließ seinen Spitznamen als Künstlernamen in den Personalausweis schreiben. Den DFL-Verhinderern um Manager Heribert Bruchhagen war das Ansinnen Neuendorfs aber immer noch ein Dorn im Auge. "Hoffentlich findet sich bei Hertha jemand, der ihm diesen Unsinn ausredet", war Oberlehrer Bruchhagens am Ende vergebliche Hoffnung.
Die Geschichte des Spitznamens Bleibt also nur noch eine Geschichte zu klären: Wie kam Neuendorf eigentlich zu seinem Spitznamen? "Im Trainingslager mit Leverkusen hat mich mal eine Zecke gebissen, ich musste sogar ins Krankenhaus. So hatte ich meinen Spitznamen weg, "Zecke". Und der hält sich eben zeckenmäßig hartnäckig.
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An dieser Stelle bedankt sich der fussballtrainer ganz herzlich bei t-online für die Erlaubnis Texte und Bilder zu dieser Serie zu übernehmen. Ein Besuch bei http://t-sports.t-online.de lohnt sich immer. Hier wird großer Sport geboten.
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